Das Masernschutzgesetz steht kurz vor der Verabschiedung. Immer mehr Eltern sind verunsichert und besorgt. Und auch ich bemerke, wie sich Eltern verstärkt öffnen und von Impfnebenwirkungen und Impfschäden ihrer Kinder berichten.

Mir ist bewusst, dass dieses Thema stark polarisiert. Dennoch möchte ich euch hier die Möglichkeit geben, von euren Erfahrungen zu berichten.

Den folgenden Brief hat mir eine betroffene Mama zur Verfügung gestellt:

„Mein Name ist Diana, ich bin 35 Jahre jung, Ergotherapeutin aus Leidenschaft und Mutter zweier Kinder. 2010 kam mein Sohn zur Welt. Zum Thema Impfen wusste ich nichts weiter, nur, dass es alle tun. Dennoch hatte ich kein gutes Gefühl dabei und schob es erst einmal auf. Philip entwickelte sich prächtig; da wir auf dem Land wohnten entschied ich mich, ihn im August 2012 Tetanus-impfen zu lassen. Es war ein Tag wie jeder andere… aber sein Schreien bei dieser Impfung werde ich wohl nie vergessen.

Am 22. Dezember 2012 traf ich ein paar Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Philip lag währenddessen in seinem Bettchen, als ich plötzlich ein Röcheln hörte und zu ihm ging. Er war kreidebleich, dreht die Augen und krampfte. Geistesgegenwärtig alarmierte ich den Notruf. Unterdessen atmete er noch schwerer und lief blau an. Ich trug ihn in den Flur und gab ihm in Seitenlage Atemspenden bis der Rettungsdienst eintraf. Im Februar, nach zig Untersuchungen, erhielt mein einstig kerngesundes Kind die Diagnose Generalisierte Epilepsie.

Mai 2013, die U7a stand an. Philip zeigte deutliche Entwicklungsverzögerungen. Als es an die körperliche Untersuchung kam, spürte ich die Nervosität des Arztes. Ungewöhnlich seien Philips Blutergüsse in Zahl und Farbe. Es folgte die Einweisung ins Krankenhaus mit Verdacht auf Leukämie. In ungeheurer Schnelligkeit wurde er an sämtliche Geräte angeschlossen, ein Zugang gelegt und Blut genommen. Zum Ausschluss bösartiger Erkrankungen! hieß es. Mehrere Stunden bangen Wartens vergingen, bis sich die Tür des nachts öffnete, eine Ärztin sich zu mir setzte und erklärte, dass es keine Leukämie sei, dafür Thrombozytopenie – eine Blutgerinnungsstörung, die eine erhöhte Blutungsneigung mit sich bringt. Er bekam Infusionen, und von da an mussten wir alle vier bis sechs Wochen zum Bluttest. Bis November 2014 wurde Philip mehrmals stationär aufgenommen. Unter den Infusionen fieberte er, erbrach, war apathisch und wirkte sogar wesensverändert. Sein Gesicht war blass, um seine Augen lagen dunkle Schatten, er aß und trank kaum noch und musste nach wenigen Schritten getragen werden. Er hatte kaum noch Kraft.

Meinen Anfragen nach der Ursache für Philipps Zustand wurde meisterhaft aus dem Weg gegangen. Die schweren Nebenwirkungen der Medikamente wurden klein geredet, ein Zusammenhang zur damaligen Tetanusimpfung rigoros abgelehnt. Aussicht auf Heilung gab es laut Ärzten durch kein Medikament. Ich verstand, dass hier nur eine Symptombehandlung geschah.

Unser Kinderarzt erschrak bei Philips Anblick. Er las die Akte, holte stillschweigend den Beipackzettel der damaligen Impfung… nun hatten wir die Ursache schwarz auf weiß vor uns liegen.

Einem Heilpraktiker in Bayern gelang es, Philips Zustand bis 2016 enorm zu bessern. Er bekam wieder Farbe ins Gesicht, Appetit, Kraft und auch die hohe Blutungsneigung entwickelte sich zurück. Parallel dazu begann ich mich zu belesen. Ich lernte, unsere gesamte Hausapotheke selbst herzustellen, Medikamente und ärztlich Ratschläge zu hinterfragen sowie Philips Erkrankung zu verstehen und alles für eine mögliche Heilung zu tun. Ich gründete eine Gruppe für betroffene Eltern und fand eine Ärztin, die sich seit über 30 Jahren mit Thrombozytopenie bei Kindern befasste.

Impfungen pro oder contra? Für Gerechtigkeit würde ich gern klagen. Da die Impfreaktion jedoch nach mehr als 42 Tagen nach der Impfung auftrat, liegt die Chance auf Entschädigung bei null.

Wir schreiben nun das Jahr 2019. Philips Werte haben sich im unteren Bereich stabilisiert. Er hat eine Teilsportbefreiung. Gern würde er wie seine Freunde unbehelligt rennen, toben, klettern, springen. Doch das ist nur mit besonderer Achtsamkeit und extra Sicherheitsausstattung möglich. Er trägt immer einen Notfall-Pass mit sich, samt Tamponaden und anderen Dingen zur Blutstillung und Erstversorgung. Eine große Aufgabe für einen 9-jährigen! Er besucht auch nicht den Hort. Zu groß sei die Angst, dass ihm etwas passiere, teilt man mir ehrlich mit. Somit arbeite ich nur halbtags. Und irgendwie schlängelt man sich Monat für Monat durch und bestreitet den Lebensunterhalt.

Ein kleiner Piks veränderte unser Leben, aber die Hoffnung bleibt!“

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